Die 5 LearningCircles-Rollen

Die 5 LearningCircles-Rollen, die es braucht, damit LearningCircles funktionieren. Es handelt sich um die folgenden Rollen: Lerner, Moderatoren, Sponsor, Zeremonienmeister und Coaches.

Lerner

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  • Jedes Organisationsmitglied – der Sponsor eingeschlossen – kann LearningCircle-Lerner sein. Alle Lerner in LearningCircles kommen stets aus ein und derselben Organisation. Es ist nicht wichtig, ob Lerner in einem bestimmten Circle aus einem einzigen Team kommen, oder nicht. Das kann so sein, es muss aber nicht so sein! 


  • LearningCircles-Lerner zu werden bedarf gleich zu Beginn einer positiven Entscheidung. Nämlich der, die Einladung des Sponsors zur Teilnahme an einem Circle anzunehmen. Lerner verpflichten sich damit zu Beginn, fünf gemeinsame Lerneinheiten (Sessions) á 90 Minuten mit ande- ren Lernern in einer Lerngruppe (Circle) durchzuführen. 


  • Lerner suchen sich ihre Lernkollegen selbst aus. Circles finden sich. Sie stellen sich aus denjenigen selbst zusammen, die die Einladung des Spon- sors angenommen haben. Sie werden also nicht von jemand anderem zusammengestellt! Das Prinzip der Freiwilligkeit, kombiniert mit dem Prinzip der Circle-Selbstfindung gewährleistet: Man kann davon ausgehen, dass Lerngruppen fünf Sessions gut miteinander werden durchführen können. 


  • Lerner sollten auch persönliches Interesse an den Lerninhalten mitbringen. Sie sollten „persönlich positiv neugierig“ auf die Inhalte von LearningCircles sein. Ansonsten ist es besser, sie lehnen die Einladung des Sponsors ab. 


  • Lerner bringen die Bereitschaft mit, ihre Sessions selbst zu organisieren. Wenn sich eine Circle-Gruppe gefunden hat, müssen die gemeinsamen Sessions organisiert wer- den. Das übernimmt der Circle selbst. Wann, wie, an welchem Ort und mit welchem Moderator ein Circle seine Sessions abhalten will, das organisieren die Lerner selbst. 


  • Lerner sorgen dafür, dass das Abschlussritual „Was haben wir heute gelernt?“ sorgsam durchgeführt wird, und dass das Ergebnis jeder Session im Anschluss mit anderen geteilt werden kann. 


Moderator

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  • Moderatoren sind Kolleginnen und Kollegen, die für andere Kollegen LearningCircle Sessions begleiten. Sie kommen zumeist aus derselben Organisation, und zwar aus ganz unterschiedlichen Teams und Fachrichtungen. Einen HR- oder Learning & Development-Hintergrund braucht es nicht. 


  • Moderatoren benötigen für die Begleitung von Sessions keine einschlägigen Moderations- oder gar Coachingerfahrungen. Freude an Kommunikation und Lernarbeit reichen aus – alles weitere liefert eine kurze Qualifizie- rung. 


  • Moderatoren verstehen sich als Hüter des Settings. Sie haben das Konzept, die Vorgehensweise und die Bedeutung der vorbereiteten Umgebung ver- standen. Sie achten auf die Zeit, den Fokus der Arbeit und die Einhaltung der wenigen wichtigen Arbeitsprinzipien. 


  • Moderatoren haben selbst Freude an dieser Art des Lernens. Sie sind in der Lage und willens, die LearningCircle-Prinzipien auch anderen Kolleginnen und Kolle- gen zu erklären. 


  • Moderatoren sind keine Experten in Bezug auf die jeweiligen Inhalte. Das müssen sie auch nicht sein, da alle Inhalte in der LearningCircle Box so aufbereitet sind, dass die Teilnehmenden selbst damit zurecht kommen. 


  • Die Arbeit und der Einsatz der Moderatoren ist freiwillig. Hier gelten dieselben Voraussetzungen, wie für Lerner auch. Moderatoren werden von den Lern- gruppen angefragt, ihre Sessions zu begleiten. 


  • Es ist nicht zwingend notwendig, dass alle Sessions eines Cycles durch ein und dieselbe Person moderiert werden. Oftmals kann dies gewünscht sein, die Arbeit der Lerngruppe aber sollte nicht von der Verfügbar- keit eines bestimmten Moderators abhängig gemacht werden. 

Sponsor

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  • Der LearningCircles-Sponsor ist stets eine einzige Person aus der Organisation. Der Sponsor ist weder „Doppelspitze“, noch Kollektiv, noch Gremium, sondern nur eine einzige Per- son. Es kann nur eine Sponsorin/einen Sponsor geben.


  • Der Sponsor ist zur Einladung der Lerner autorisiert. Der Sponsor muss stets eine Person sein, die die Macht hat, also „bevollmächtigt“ ist, eine Einla- dung zur freiwilligen Teilnahme/Durchführung an LearningCircles an die Organisationsmitglieder auszusprechen. Man erkennt Sponsoren daran, dass sie diese Macht, die Autorität zur Einladung aller Organisationsmitglieder besitzen. Der Sponsor ist üblicherweise zugleich eine Person, die Ver- antwortung oder Mitverantwortung für die Entwicklung der Organisation trägt.


  • Die LearningCircles-Inhalte sind durch den Sponsor autorisiert. Das heißt, die Kuratierung der Inhalte in den Cycles und einzelnen Sessions geschieht auch durch seine Autorisierung.


  • Der Sponsor spricht die Einladung zu LearningCircles persönlich aus. Die Einladung wird nicht durch Stellvertreter formuliert, ausgesprochen oder versandt. Der Sponsor kann sich durch den Zeremonienmeister dabei unterstützen lassen, die Einladung zu formulieren.


  • Der Sponsor ist für das LearningCircles-Setup verantwortlich. Das Setup für LearningCircles by Red42 wird unter Beteiligung des Sponsors durchgeführt. Der Sponsor kann diese Verantwortung nicht delegieren.


  • Der Sponsor hält den Lernraum geöffnet. LearningCircles sind ein „Lernraum“. Der Sponsor öffnet diesen Raum und hält ihn dafür offen, dass Circle-Gruppen, üblicherweise während ihrer Arbeitszeit, Zugang zu LearningCircles haben, die Bo- xen zu erhalten und eine Moderatorin/einen Moderator zur Seite gestellt bekommen können. Der Sponsor trägt damit ganzheitliche Verantwortung für LearningCircles: Für das Setting, die interne Kommunikation und für die Sicherung der Lernergebnisse für alle in der Organisation.

Zeremonienmeister

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  • Der Zeremonienmeister unterstützt und berät den Sponsor. Dazu gehört die Gestaltung des Setups, die Auswahl und der Zuschnitt passender LearningCircle- Inhalte, die Gestaltung der Einladung und die Klärung dessen, was in der Kundenorganisation be- fördert und erreicht werden soll. 


  • Der Zeremonienmeister ist eine externe Person. Kein Team und auch keine wechselnden Personen. Die Zusammenarbeit mit dem Sponsor soll persönlich und stabil erfolgen können. 


  • Der Zeremonienmeister soll über Könnerschaft sowohl hinsichtlich der Gestaltung von Lernarchi- tekturen, als auch in Bezug auf Organisationsentwicklung verfügen. Das ist wichtig, da LearningCircles sowohl persönliches, gruppenbezogenes als auch organisationa- les Lernen ermöglichen. 


  • Die Sessioninhalte sind dem Zeremonienmeister bekannt und geläufig. Dies ist notwendig, um passende Anregungen, Musterbrüche und Diskussionen für das Kunden- system auszuwählen. 


  • Der Zeiteinsatz des Zeremonienmeisters ist, mit Ausnahme von Setup und Mustererkennung, relativ gering. Es geht um punktuelle Unterstützung im Rahmen von Vorbereitung und Reflexion der Lernarbeit. 


  • Der Zeremonienmeister steht als Person dafür ein, dass das Ergebnis garantiert ist. Sie oder er sorgt dafür, dass der Einsatz der LearningCircles zu einem relevanten organisationalen Nutzen führen kann. 

Coaches

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  • Kernaufgabe von Coaches ist die praktische Begleitung der Moderatoren. Die Moderatoren werden durch den Coach sowohl als Gruppe als auch als einzelne Personen in ihrer LearningCircle-Arbeit unterstützt und fachlich begleitet. 


  • Coaches sind eine Instanz für Rückfragen zu allen konkreten und praktischen Themen rund um LearningCircles. Gerade zu Beginn der Arbeit mit LearningCircles ergeben sich vielfältige, ganz konkrete Fragen zu der Arbeit in und mit den Circles. Der Coach steht bereit, um Moderatoren kurzfristig zur Klärung mit guten Hinweisen und Ratschlägen zu dienen. Dies vermittelt allen Beteiligten Sicherheit und sorgt dafür, dass Moderatoren schnell in der Lage sind, die Moderatorenrolle gut auszufüllen. 


  • Coaches stehen mit dem Zeremonienmeister in unmittelbarem Kontakt. Coaches sind über die Rahmensetzungen aus dem Setup informiert und können so alle Beobach- tungen von Lernern, Moderatoren und Sponsor einordnen. Der Informationsaustausch zwischen Coaches und dem Zeremonienmeister sichert, dass LearningCircles-Arbeit kohärent und konstruk- tiv im Sinne der Zielsetzung des Setups funktioniert – und dass ggf. notwendige Korrekturen zügig möglich sind. 


  • Coaches haben Zugang zum Vorgehen, zum Stand und zu den Ergebnissen der Arbeit mit Learning- Circles im Unternehmen. Coaches wissen über den jeweiligen Stand der LearningCircle Aktivitäten bescheid. Sie wissen bei- spielsweise, wann und wie Circles sich bilden, wann und in welchen Abständen Sessions stattfin- den, welche Lernergebnisse dokumentiert werden. 


  • Im Idealfall hat der Coach auch die Ausbildung der Moderatoren durchgeführt. Die Zusammenarbeit mit den Moderatoren wird gefördert, wenn diese ihren Coach bereits wäh- rend der Moderatorenausbildung kennenlernen. Die Arbeit der Coaches ist auch hier personenbe- zogen und profitiert vom persönlichen Umgang. 


  • Coaches verfügen über einschlägige didaktische und Moderatoren-Kompetenzen, kennen sich mit selbstorganisierter Arbeit aus und haben Erfahrung in der Organisationsentwicklung. All dies zusammen sichert, dass Coaches als eine Art „Frühwarnsystem“ dienen und durch ihre Be- obachtung sehr früh Anpassungs- und Unterstützungsbedarfe erkennen können. 


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